Wissenschaft

Holztrocknung

 

Frisches Holz ist zum Bauen nicht geeignet, da es stark schwindet und von Schädlingen befallen wird. Damit keine Schädlinge entstehen, muss ihm deshalb soviel Feuchtigkeit entzogen werden, dass sein Feuchtegehalt beim Einbau etwa dem seiner späteren Nutzung entspricht. Die erfolgt durch Trocknen des Holzes.
Das Trocknen des Holzes beruht im Wesentlichen aus der Bewegung des Wassers vom Holzinneren nach den Außenflächen und die Abgabe des Wassers an die umgebende Luft.
Bei der Trocknung unterscheidet man im Wesentlichen zwischen der natürlichen Holztrocknung und der künstlichen Holztrocknung.
Bei der natürlichen Holztrocknung oder Freilufttrocknung wird das Holz im Freien oder in einem offenen Schuppen gelagert. Die Trocknung dauert mehrere Monate, bei harten Laubhölzern einige Jahre. Um Trockenschäden zu vermeiden und um eine gute Trocknung zu erreichen, muss der Trockenplatz zweckmäßig angelegt werden. Der Trockenplatz muss daher trocken, tragfähig und eben sein. Dafür eignet sich Kies, Schotter und Steinpflaster. Das Holz darf sich bei der Trocknung nicht durchbiegen und muss genügend Bodenfreiheit haben.
Das richtige Stapeln ist für die spätere Qualität ebenfalls ausschlaggebend. Die Stapel sollten quer zur Hauptwindwindrichtung angeordnet sein, damit die Durchlüftung zwischen den Stapelleisten möglich ist. Eine Abdeckung der Stapel schützt das Holz vor Niederschläge und vor der direkten Sonneneinstrahlung.
Unter der künstlichen Holztrocknung versteht man das Trocknen des Holzes in Trockenanlagen. Die künstliche Holztrocknung bietet große Vorteile. Es können Holzfeuchten erreicht werden, die weit unter lufttrocken liegt. Die Trockenzeiten werden auf wenige Tage oder Stunden verkürzt und der Feuchtegehalt kann genau vorgegeben werden.

Informationen zum Autor "thor":

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