Städte & Länder

Wann London dem Adel gehört

London ist Szenestadt und die Hauptstadt des britischen Empires. Im Südosten Englands gelegen und mit knapp 7,5 Millionen Menschen bevölkert, ist eine der bedeutendsten Handels- und Finanzzentren der Welt. Traditionellerweise ist London Anziehungspunkt für Menschen verschiedenster Kulturen. Wer sich für In-Lokale und moderne Kunst interessiert, ist hier genauso richtig, wie jemand, der darauf aus ist einmal einen Blick auf den Adel zu werfen, der sich hier in der Stadt dutzendfach tummelt. Man wird bekannte Adlige zwar nicht vor Big Ben oder gar im London Eye treffen, aber zu bestimmten Anlässen lässt sich sehr viel Adel in London in der Öffentlichkeit blicken.

So zum Beispiel bei der Kranzniederlegung vor dem Banqueting House und der Prozession ab dem St. James’s Palace. Diese Veranstaltung findet immer Ende Januar statt. Damit gedenkt man der Hinrichtung von König Karls I. am 30. Januar 1649, der so genannten Commemoration of King Charles I.. Zur täglichen Wachablösung vor dem Buckingham Palace hingegen lässt sich kein Adliger blicken. Diese Zeremonie mit Tradition ist jedoch eine der Hauptattraktionen, die auf den Straßen von London geboten wird. Ebenso fehlen Adlige bei der rund 700 Jahre alten traditionellen Schlüsselzeremonie – dem Ceremony of the Keys – wobei die Haupttore des Tower of London an jedem Abend vom Hauptwärter des Towers, dem Chief Yeoman Warder, verschlossen werden.

Hingegen wenn am 6. Februar, dem Tag der Thronbesteigung von Königin Elisabeth II. die Salutschüsse erklingen, sowie am 21. April, dem Geburtstag der Königin und am 2. Juni, dem Tag der Krönung ihrer Krönung fehlt es an Adel auf den Straßen Londons nicht. Also: Digitalkamera bereit halten. Gleiches gilt, wenn man nach Ascot aufbricht zum traditionellen Pferderennen. Wobei man die Damen vor lauter Hüten hier meist gar nicht sieht.

Informationen zum Autor "Holiday":
Marcel Mudrich
E-Mail: holiday360(at)onlinehome.de
Web: http://www.holiday360.com

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