Politik

Wie geht’s weiter mit dem müden vereinten Europa?

Vor einigen Jahren sah das noch anders aus. Vor allem die Ost-Erweiterung Anfang des neuen Jahrtausends sollte vieles gutes bewirken. Insgesamt wurden acht osteuropäische Staaten in die EU aufgenommen. Laut Umfrage bewerten nur noch 46 Prozent der Tschechen die Zugehörigkeit als positiv. Viele von ihnen glauben, dass es unmöglich sei, mittlerweile 27 Staaten, auf Mechanismen zu vereinen, das Zusammenleben zu vereinen um Grenzen abzubauen.

Ein wichtiger Grund für die Betrübnis ist sicherlich die Tatsache, dass in Tschechien nach fünf Jahren eine Angleichung an den westlichen Lebensstandard noch nicht vollständig erreicht ist. Zwar sei die tschechische Gesellschaft den östlichen Nachbarn ein paar Schritte voraus. Sie sind aber enttäuscht darüber, dass sie es doch noch nicht so schaffen wie die Deutschen.

Auch das westliche Europa reagiert ernüchternd über die Osterweiterung. Nur knappe 48 Prozent sind davon überzeugt, dass die Ost-Erweiterung die EU gestärkt habe. Vor allem in Österreich, Belgien, Luxemburg, Deutschland und Frankreich gibt es die meisten Skeptiker.

Es ist klar die EU ist heterogener geworden. Vor allem nach der Aufnahme von Bulgarien und Rumänien. Folglich wird es immer schwieriger Kompromisse auszuhandeln und Entscheidungen zu treffen. Hinsichtlich wirtschaftlicher sozialer Fragen gibt es viele Unterschiede zwischen Ost und West. Auch die Ausrichtung der Politik der Ostländer differiert sehr stark gegenüber dem Westen.

Wie weit soll es nun noch gehen. Ist es richtig, dass demnächst noch Jugoslawien und Albanien und später vielleicht noch die Ukraine, Georgien und die Türkei aufgenommen werden. Wann ist Schluss?

Informationen zum Autor "Anna Klein":
Anna Klein
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