Alte Bräuche der Hochzeit
Die Römer vertrauten auf Riten
Für die alten Römer war es sehr wichtig, dass die vorgeschriebenen Riten genau eingehalten wurden, damit die Götter der Ehe einen reichen Kindersegen gewährten und keine bösen Geister den Übertritt der Braut in das Haus des Bräutigams behinderten. Die besondere Überraschung auf jedem Junggesellenabschied – Feuershow & Feuerspucker
Am Abend vor der Hochzeit zog die Braut eine Tunika mit Wollgürtel und ein rotes Kopftuch oder den schon erwähnten roten Schleier an, den sie auch am nächsten Tag tragen musste. Ihre alte Kleidung und ihr Kinderspielzeug wurde den Göttern geopfert. Mit einer Lanzenspitze teilte man ihr Haar in sechs Teile, die geflochten wurden. Am Hochzeitsmorgen wurde zuerst die Meinung der Götter zu der beabsichtigten Heirat erkundet: Die Auguren, Deuter göttlicher Zeichen, erkannten aus dem Flug der Vögel oder auch aus den Eingeweiden von Tieren, ob die Götter mit der Heirat einverstanden waren oder nicht. Schienen die Götter gnädig gestimmt, dann wurden die rechten Hände der Verlobten in-einander gelegt. Es folgte wieder ein Opfer, wobei die speziell für die Ehe zuständigen Götter angerufen wurden. Dann geleiteten drei Knaben, deren Eltern noch leben mussten, die Braut zum Haus des Bräutigams, der nebenherging und die Braut mit Nüssen bewarf, während die Gäste recht viel Lärm machten. Andere Angehörige leuchteten dem Zug mit Weißdornfackeln, die ebenfalls Glück bringen sollten. War die Braut in ihrem neuen Zuhause angekommen, musste sie zuerst den Türpfosten salben und mit Wolle umwickeln. Dann wurde sie über die Schwelle getragen – allerdings nicht von ihrem Ehemann, denn der erwartete sie im Atrium seines Hauses, in dem das Brautbett aufgestellt worden war. Als Zeichen dafür, dass sie in sein Haus aufgenommen war, brachte der Mann seiner Ehefrau Wasser und Feuer dar und setzte sie auf die Nachbildung eines männlichen Gliedes, das ebenfalls für die Fruchtbarkeit des Paares sorgen sollte. Dann hatte die junge Ehefrau noch drei Münzen zu überreichen: eine bekam der Ehemann, die zwei anderen wurden den Laren, Schutzgöttern oder verehrten Ahnen der Familie, geopfert. Feuershow & Feuerspucker für die Hochzeit suchen und finden!
Am nächsten Tag ging das Fest weiter: Nun kamen die Verwandten zu Besuch, und es wurde ein großes Festmahl ausgerichtet. Natürlich durften auch an diesem Tag die Götter nicht zu kurz kommen: Sie erhielten reiche Opfergaben.
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